Veröffentlicht: 15.01.2017 unter Allgemein

Stellungnahme der Juso-Hochschulgruppe

Wir beschreiben uns selbst am besten damit, wie wir uns selbst und wie wir die anderen sehen. Der Unterschied zwischen uns und jenen die sich Alternative schimpfen, liegt schon im Menschenbild. Unseres ist geleitet von der Annahme, dass die Menschen ausgestattet mit gleichen Rechten und unterschiedlichen Interessen ihr Leben selbst bestimmen sollen. Wir nehmen an, dass ein Mensch zu allem, was er sich wünscht auch in der Lage ist, wenn er an sich selbst nur hart genug arbeitet. Das bedeutet, bezogen auf die Geschlechter, dass es keinen Unterschied geben darf, gleich welchem Geschlecht man sich zugehörig fühlt und welchem man unter biologischen Aspekten zugerechnet werden darf. Im Status Quo ist uns bewusst, die höheren Einkommensklassen überproportional stark mit Männern besetzt sind. Daher ist es wichtig Frauen zu fördern, um dieses Ungleichgewicht in eine Waage zubringen.

Dies ist nicht die Stelle darüber zu schreiben, wie und in welcher Form Sozialisierung Einfluss auf den Menschen hat. Das es genügend Anhaltspunkte gibt, um eben an jene These festzuhalten, daran zweifeln wir keine Sekunde. Diese Weltanschauung und Sichtweise wurde gestern in einem wissenschaftlichen Vortrag mit anschließender Diskussion im Hörsaal H6 an der Fakultät für Humanwissenschaften auch durch Frau Dr. Tiefel vertreten. Die Studierenden der Universität hatten vom Stura der OVGU und dem FasRa FHW auf eben einen solchen Vortrag gedrängt, um mit diesem Thema ein Zeichen zu setzen.

 

Die Otto von Guericke Universität zu Magdeburg ist eine weltoffene Universität, die sich nicht scheut Diversität und unterschiedliche Lebensmodelle anzuerkennen. Eine Universität die getragen wird von ihren Studierenden, die sich eben nicht in klassische Geschlechterrollen drängen lassen wollen. Eine Universität und Studierendenschaft, die sich eben ihrer sozialen Verantwortung bewusst ist. Eine Studierendenschaft die Aufgestanden ist für all jene, deren Lebensmodell eben noch nicht von allen akzeptiert wird.

 

Die Studierenden hatten die Wahl sich dieser politischen Inszenierung und Propaganda der Rechten entgegen zu stellen und die Studierenden taten eben genau das. Man ließ die Veranstalter gar nicht erst zu Wort kommen und bereitete ihnen auch kein Forum, in denen Sie ihre kruden Thesen in die Welt schreien konnten. Für diese Vorlesung luden sich die ewig gestrigen einen emeritierten Professor ein, einen Neurologen. Viel mehr als die erste Folie von dessen Vortrag war nicht zu erkennen. Diese reichte allerdings schon aus, um jedes Vorurteil zu bestätigen.

 

„Der Unterschied zwischen dem männlichen und dem weiblichen Gehirn.“ Diese Folie wirft die folgenden drei Fragen auf.

Erstens: „Untersucht ein Neurologe nicht ein Gehirn, dessen Strukturen schon durch die Sozialisierung geprägt wurden?“
Die zweite Frage, die deutlich macht wie lächerlich diese Herangehensweise ist, ist die folgende: „Selbst wenn es fundamentale Unterschiede in der Funktionsweise zwischen dem Männlichen und Weiblichen Gehirn geben sollte, eine These die wir entschieden Ablehnen, woraus entspringt dabei ein Argument, in unserer Sprache das weibliche Geschlecht auszuschließen
Nach Beantwortung der ersten beiden Fragen, stellt sich die Dritte:
„Ist ein Neurologe der richtige Ansprechpartner für Genderfragen?“ Wir denken „NEIN!“
Was wir damit sagen wollen ist, die Herangehensweise der Rechtspopulisten an dieses Thema, war und ist eine Provokation und hätte auch Inhaltlich nichts zu dieser Debatte beitragen können. Die Veranstaltung wurde geplant um zu provozieren, um sich in den Mittelpunkt zu drängen und um sich in die Opferrolle zu begeben. Wenn das einzige politische Mittel einer Gruppierung die fortdauernde Überschreitung des Rubicons ist, dann sollte sie sich nicht wundern, dass sich die Zivilgesellschaft dagegen erhebt. Aus diesem Grund sind wir stolz Teil der Studierendenschaft des Hochschulstandortes Magdeburg zu sein.

Veröffentlicht: 12.12.2016 unter Allgemein

Weihnachts- und Neujahrsgrüße

Liebe Studierende der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Hochschule Magdeburg-Stendal,

dass Jahr neigt sich dem Ende zu. Wir möchten uns an dieser Stelle, einmal bei allen Studierenden an der OVGU und der h2 bedanken. Dafür, dass sie sich neben dem Studium engagieren, die Vereine, die Clubs und den Campus beleben. Ohne euch wäre Magdeburg langweiliger.

Mit dem abgeschlossenen Haushaltsplan für das kommende Jahr, damit endete das Jahr 2016 für die Mitglieder im Studierendenrat an der OVGU. Auf der letzten Sitzung ging es in erster Linie auch um den Beschluss des Haushaltes für das kommende Jahr, mit geringen Veränderungen im Vergleich zur ersten Lesung. „Im Stura wurde um jeden Euro gerungen um einen möglichst ausgeglichenen Haushalt zu schaffen. Das ging nicht ganz spurlos an den Einplanungen für die Fördertöpfe vorüber, aber wir haben für die Studierenden wohl einen ganz gut gefüllten Projektfördertopf hinterlassen.“, so Ruben Neumann (Vertreter der Jusos im Stura und Senat).

Einen faden Beigeschmack gab es dennoch, ein Mitglied des Studierendenrates forderte vor der Stimmenabgabe eine geheime Abstimmung. „Gegen diesen Wunsch ist man machtlos, obwohl es bei einer Haushaltsdebatte meiner Meinung nach ein Unding ist, die Studenten haben ein Anrecht darauf zu erfahren wie welche Hochschulgruppe und welcher Vertreter, wie entschieden hat. Um es kurz zu machen, Transparenz von politischen Entscheidungen sieht für uns anders aus“, kommentierte Florian Uschner die Maßnahme.
Dennoch wurde der Haushalt mit vierzehn zu eins Stimmen angenommen.

Auch an der Hochschule wurde über den Haushalt debattiert und darüber, wie viel die verschiedenen Fachschaftsräte bekommen sollen. Aufgrund der angespannten finanziellen Lage des Studierendenrates wurde sehr lange und intensiv darüber diskutiert. Am Ende hat man sich entschieden, dass jeder FasRa 2,50€/Student bekommen sollen bei einem Mindestbetrag von 2000€. Der StuRa sieht für sich nur 1000€ als Reserve vor. Damit wollen wir erreichen, dass die Fachschaftsräte in bekannter Weise weiterhin Studierende aller Fachbereiche fördern sollen. Weiterhin sollen die entsprechenden Satzungen so angepasst werden, dass ab dem nächsten Wintersemester der Studierendenschaftsbeitrag auf 8€ pro Semester steigt.

Für die letzten Tage des Jahres, wünschen wir euch Studierenden natürlich jede Menge Geschenke und eine schöne Zeit mit euren Familien, genießt die Festtage und lasst Uni und Hochschule einfach mal links liegen. Für das neue Jahr hoffen wir, dass eure Vorsätze in Erfüllung gehen. Die Jusos haben sich für das kommende Jahr zu mindestens Vorgenommen, sich stärker um die studentischen Vereine zu kümmern, und daran wollen wir uns auch im kommenden Jahr messen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Juso-Hochschulgruppe

Ruben Neumann

Ruben Neumann

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Florian Uschner

Veröffentlicht: 06.12.2016 unter Allgemein

Zum Haushalt des Studierendenrats der OVGU 2017

In der ersten Lesung des Haushalts des Studierenden Rates für das kommende Kalenderjahr konnte eine grundsätzliche Einigung der gewählten Vertreter getroffen werden. Für die Jusos waren Ruben Neumann und  Florian Uschner als Stimmberechtige Mitglieder vor Ort.

„Die Stimmung während der Sitzung war gut, und man hatte das Gefühl, dass alle an einem Strang gezogen haben, um die Ausgaben nachhaltig zu gestalten. Der Einsatz für den Projektfördertopf und eine möglichst hohe Ausschüttung an die Studierenden hat sich in jedem Fall ausgezahlt.“, so Ruben Neumann, zu dem vorläufig erreichtem.

„Die Beträge, die im Projektfördertopf enthalten sind, sind zwar Rückläufig, aber liegen immer noch deutlich über dem, was im letzten Jahr ausgeschüttet wurde, dass bedeutet für die Studierenden und die Vereine an der Universität, dass sie sich im kommenden Jahr nicht einschränken müssen.“, so Florian Uschner ergänzend.

„Zukünftig müssen wir schauen, wie wir die Finanzierung von studentischen Projekten effektiver gestalten können, der Fördertopf sollte nicht das einzige Instrument sein, welches uns zur Verfügung steht. Zusätzlich glaube ich, dass die Kommunikation zwischen den Fachschaften und dem Stura gestärkt werden sollte, um eine bessere Projektabsprache und Finanzierung zu gewährleisten.”, so Florian Uschner weiter.

Eine Vorankündigung der grünen Hochschulgruppe, am 08.12.2016 zur nächsten Sitzung einen Antrag zur Förderung eines größeren Projektes (Umfang ca. 20.000 Euro) wurde erstmal positiv aufgenommen.

Ruben Neumann kommentiert das Vorhaben wie folgt: „Wir haben uns Vielfalt auf die Fahne geschrieben und damit um Wähler geworben, daher unterstützen wir generell den Vorstoß auch größere Projekte zu finanzieren. Allerdings erwarten wir ein gut ausgearbeitetes Konzept, bevor wir soviel Geld in die Hand nehmen wollen und können.“

Veröffentlicht: 15.11.2016 unter Allgemein

Vielfalt statt Einfalt

bedeutet für uns, dass wir die studentischen Vereine und Clubs unterstützen wollen.

Wir stehen für eine sozialverträgliche Verteilung der Mittel der Studierenden. Das bedeutet, dass alle Studierenden mit geringen Einkommen, gleichberechtigt an den Aktivitäten der Clubs partizipieren können.

Es ist wichtig, dass alle uneingeschränkt außercurriculare Tätigkeiten stressfrei wahrnehmen können.

Wer im Debattierclub ist, in einem Verein um erste Berufserfahrung zu sammeln oder aber integrative Arbeit leistet, darf auf unsere Unterstützung zählen.

Wir sind für alle da, die unsere studentische Kultur bereichern.

Die finanzielle Lage des StuRa lässt viel Förderung zu.

Zurzeit werden leider mehrheitlich die verschiedenen Zwecke der Klubs gegeneinander ausgespielt, soziale Projekte gegen die Projekte die sich für den persönlichen Erfolg von Studierenden einsetzen.

Wir finden es gut, das soziale Projekte gefördert werden, wir finden Angebote gut, in denen sich die Studierenden auf das Leben nach der Uni vorbereiten können. Wir sehen uns als Solidarsystem, in dem die Studierendengemeinschaft gemeinsam stark ist und den Schwächeren unter „Uns“ geholfen werden kann.

Wir haben kein Verständnis dafür, wenn der Projektförderungstopf für dieses Haushaltsjahr wieder nicht ausgeschöpft wird, aber Gelder für einzelne Projekte gekürzt werden. Das widerspricht unserem Verständnis einer solidarischen Universität.